Wer nach seiner Liebessprache sucht, stellt sich eigentlich eine einzige Frage: Warum fühlt es sich an, als würden wir uns lieben und uns trotzdem verpassen? Gary Chapmans fünf Liebessprachen – bestätigende Worte, Hilfsbereitschaft, Geschenke, gemeinsame Zeit und Berührung – benennen etwas, das die meisten Menschen spüren, aber selten erklären können: Liebe in der falschen Sprache kommt kaum an, so ehrlich sie auch gemeint ist. Auf konkrete Fragen zu echten Momenten zu antworten, zeigt das eigene Muster viel klarer, als ein Artikel über das Konzept es je könnte, denn ein Artikel beschreibt Menschen im Allgemeinen und ein Test beschreibt dich. Bei Temple geht es noch einen Schritt weiter: Wir verbinden deine Liebessprache mit Nähe und Lust, nicht nur mit dem Beziehungsalltag.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mehr als eine Liebessprache haben?
Ja. Die meisten Menschen haben eine klare Hauptsprache und eine fast ebenso starke zweite. Dieser Test zeigt beide – und wie weit sie bei dir tatsächlich auseinanderliegen.
Funktioniert das Konzept der Liebessprachen für jede Art von Beziehung?
Ja, das Konzept ist geschlechtsneutral und funktioniert genauso gut in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, neuen Beziehungen und jahrzehntelangen Ehen. Es geht darum, wie du persönlich Liebe empfängst, nicht um eine feste Rolle.
Ist das Konzept der Liebessprachen wissenschaftlich bewiesen?
Chapmans Modell stammt aus der Paarberatung, nicht aus der Forschung, und spätere Studien stellen infrage, ob die eigene Hauptsprache allein die Beziehungszufriedenheit vorhersagt. Am besten belegt ist einfach, klar darüber zu kommunizieren, was einen geliebt fühlen lässt – genau das hilft dir dieser Test zu tun.
Gelten die US-Umfragedaten auch für Schweden oder den deutschsprachigen Raum?
Ehrlich gesagt wissen wir es nicht – eine vergleichbare Umfrage zur Verteilung der Liebessprachen gibt es weder für Schweden noch für den deutschsprachigen Raum. Die Zahlen in diesem Test stammen aus einer US-amerikanischen YouGov-Umfrage von 2022 und sind als grober Anhaltspunkt zu lesen, nicht als exaktes Bild.
Was, wenn mein Partner oder meine Partnerin und ich unterschiedliche Liebessprachen haben?
Das ist tatsächlich die Norm, nicht die Ausnahme. Die Lösung ist selten, die Sprache zu wechseln – sondern bewusst zu lernen, Liebe in der Sprache des anderen zu geben, nicht nur in der eigenen.
Wie hängt meine Liebessprache mit sexueller Lust zusammen?
Wie geliebt du dich außerhalb des Schlafzimmers fühlst, legt oft den Grundstein dafür, wie offen du für Nähe innerhalb davon bist. Sich in der eigenen Liebessprache übersehen zu fühlen, ist einer der häufigsten, am wenigsten besprochenen Gründe für nachlassende Lust in langen Beziehungen.
Kann sich meine Liebessprache im Laufe der Zeit verändern?
Ja. Große Lebensveränderungen, eine neue Beziehung oder einfach mehr Selbsterkenntnis können verschieben, welche Sprache am schwersten wiegt. Die meisten Menschen haben einen ziemlich stabilen Kern, aber es ist nicht ungewöhnlich, dass er sich verschiebt, besonders nach einem großen Übergang wie der Geburt eines Kindes oder einer schwierigen gemeinsamen Phase.
Wie genau ist ein Liebessprachen-Test wie dieser?
Er ist eine Selbstauskunfts-Momentaufnahme, keine Diagnose. Auf konkrete Fragen zu echten Momenten in deiner Beziehung zu antworten, zeigt dein Muster meist zuverlässiger als ein vages Bauchgefühl, aber kein Test erfasst jede Nuance davon, wie du Liebe erlebst. Sieh das Ergebnis als guten Ausgangspunkt für ein Gespräch mit deinem Partner oder deiner Partnerin, nicht als festes Etikett.
Basierend auf Gary Chapmans The 5 Love Languages, einer US-amerikanischen YouGov-Umfrage von 2022 sowie Forschung, veröffentlicht im Psi Chi Journal of Psychological Research und in Current Directions in Psychological Science.